Zürcher Geschnetzeltes

Neulich hörte ich, tach zusammen, dass jemand in einem feinem Lokal eines medienbekannten Sternekochs aus dem Ruhrgebiet mit seinem Partner ein wunderbar schmackhaftes Mahl eingenommen hat.

Es muss toll geschmeckt haben und es war alles zur vollsten Zufriedenheit. Während des Essens hatte das Pärchen, wie gewohnt, gegenseitig vom köstlichen Gericht des anderen genascht. Jau, und beim Bezahlen waren dann beide wohl völlig geschockt. Folgender dezenter Hinweis soll auf der Rechnung zu lesen gewesen sein: Bitte beehren Sie uns nie wieder!

Habt Ihr sowas schon mal gehört?

Im ersten Augenblick war ich wirklich nah dran, dieser Aussage ernsthaft Glauben zu schenken. Da ich noch nie in einem Sternelokal gegessen habe, weiß ich natürlich nicht genau, wie es dort abgeht.

Aber, je länger ich darüber nachdachte, desto weniger konnte ich mir vorstellen, dass ein gutes Restaurant so etwas praktiziert. Warum sollten sie auch zahlende Gäste wegen solch eines kleinen Fauxpas verprellen? Da gäbe es sicherlich genug andere Gründe, warum ein Gast ein Hausverbot bekommen könnte, oder?

Aber nur Mädels, weil von einem anderen Teller ein Probierhappen den Besitzer wechselt? Ne. Die Geschichte glaub ich jetzt mal nicht.

Jo, und dann hab ich mich mal wieder eingelesen und ein wenig recherchiert. Man soll ja nicht immer alles sofort für bare Münze nehmen, was man so serviert bekommt und immer schön kritisch bleiben, gell Kinners?

Interessanterweise bin ich auf verschiedene Quellen gestoßen, die mich nun schwer annehmen lassen, dass es sich hier um eine urbane Legende handelt. Wie man lesen konnte, wird diese Story gerne mal von guten Bekannten oder Freunden, also Personen, denen man eigentlich vertrauen sollte, erzählt und seit Jahren schon weiterverbreitet.

Johann Lafer hat im Jahre 2009 eine Belohnung für die Vorlage einer solchen Rechnung ausgesetzt und auch Alfons Schuhbeck ließ sich den Spaß, zwei Jahre später, satte 5.000 Euro kosten, wenn ihm jemand diese “Rote Karte” vorlegen würde.

Das Geld, so war zu lesen, soll sich bis heute noch niemand abgeholt haben und die Spitzenköche ärgern sich enorm über das offensichtlich nicht totzukriegende Gerücht:

Abendzeitung München

Ja, Ihr Lieben, es kann wirklich ab und an mal Vorteile haben in Bines Thermi-Welt mitzulesen. Dümmer werden wir ja bekanntlich nimmer. Jo, meine Leser sind eben immer voll auf zack und lassen sich bei dieser Erzählung zukünftig jedenfalls kein X mehr für ein U vormachen, woll?

Hartnäckige Gerüchte biete ich hier und heute nicht an, sondern nur das Zürcher Geschnetzeltes aus dem Grundkochbuch. Ich fand es ganz in Ordnung aber umgehauen hat es mich definitiv nicht. Das geht sicher besser. Ich guck dann nochmal weiter für uns!

Schönes Wochenende, meine lieben Leser! Tut Euch mal Ruhe an und lest ein gutes Buch oder stöbert ein bisken in Bines Thermi-Welt. Wetter soll morgen ja grauslich werden!

In diesem Sinne: machtet jut!

Eure Bine

Rezept: Thermomix T5 Grundkochbuch