Ralfs Jersey-Trifle

Schneckschen,

gut, Ihr habt es so gewollt. ALLE!

Naja, bis auf die stillen Mitleser, die denken sich mal wieder ihren Teil. Jetzt isses zu spät, Kinners, Ihr hättet auch nein sagen können! 😬

Tach zusammen. Meine gestrige Frage an Euch hab ich jetzt einfach mal positiv gewertet. Öffentliche Gegenstimmen? KEINE!

Here we go…

Nachfolgend nun Ralfs kleine Geschichte und ein sensationelles Trifle-Rezept für ganz besondere Anlässe, wie beispielweise Ostern oder so, woll? 🐣🐣🐣

Der Jersey-Trifle, oder ein Dessert mit peinlichen Spätfolgen 🙈

Vor vielen Jahren verbrachte ich einen Urlaub mit meiner ersten Frau in einem kleinen Hotel auf der wundervollen Insel Jersey. Die größte und südlichste der fünf Kanalinseln im Ärmelkanal zwischen England und Frankreich.

Wir hatten Halbpension gebucht und besuchten allabendlich das hotelinterne Restaurant, in dem täglich ein drei Gänge Menü angeboten wurde.

Jeden Abend saß, allein am Nebentisch, eine etwa 25 jährige Britin, die uns nur kurz begrüßte, aber ihre einzige und sehr dürftige Konversation ausschließlich mit der Bedienung führte.

Sie wirkte stocksteif und es quälte sich nur gelegentlich ein Lächeln über ihre Lippen. 🙄

Ein willkommener Anlass ein wenig über die Dame herzuziehen. Noch dazu machte sie einen recht spießigen Eindruck. 😬

Das Menü war wirklich erlesen. Als Nachspeise konnte man zwischen einem kleinen Stück Kuchen, einer Käseplatte und Trifle wählen. Am ersten Abend aßen wir ein Stück Kuchen, am zweiten Abend bestellten wir die vielfältige Käseplatte.

An jedem Abend fragen wir uns, was denn wohl Trifle sei, trauten uns aber nicht, es zu bestellen. 😅

Am dritten Abend nahmen wir dann all unseren Mut zusammen und verlangten nach Trifle: “Was immer es auch sein möge”, schoben wir hinterher, denn schließlich verstand hier ja niemand deutsch. 😎

Was wir lernten war folgendes:

Trifle ist eine britische Süßspeise, bestehend aus mehreren Schichten von Puddingcreme, Obst, Sandkuchen, Götterspeise und Schlagsahne. Die meisten Trifles enthalten eine kleine Menge Alkohol. Port, süßen Sherry oder Madeira.

Wir probierten Trifle und es schmeckte einfach nur göttlich. In weiser Vorahnung, dass wir diese geniale Speise außerhalb von Jersey niemals mehr essen würden (was sich für mich bis heute, dank der Bine, doch nicht bewahrheitet hat 😎), beschlossen wir intuitiv ohne darüber zu reden, fortan jeden Abend Trifle als Nachspeise zu bestellen. Und wir genossen es JEDEN Abend!

Was für ein Gaumenschmaus! 😋

Unsere britische Tischnachbarin dagegen aß, langweilig wie sie war, JEDEN Abend Käse! 🙄

Wir machten uns ein wenig lustig über sie und drückten gegenseitig unser Unverständnis darüber aus, dass jemand eine solch tolle Süßspeise nicht wenigstens einmal probierte…😅

Unsere herrliche Zeit auf Jersey verging wie im Flug. Der Urlaub war fast vorbei als unsere Langweiler-Britin, plötzlich und unerwartet, ebenfalls Trifle bestellte. Als sie gegessen hatte, stand sie vom Tisch auf und sagte in perfektem deutsch zu uns:

“Einen schönen Aufenthalt wünsche ich Ihnen noch. Ich reise morgen zurück nach Deutschland.” 😱😱😱

Der Bissen Trifle blieb mir im Hals stecken. Ich überlegte fieberhaft, was wir die letzten vierzehn Tage alles über sie gesagt hatten – im festen Glauben, dass sie kein Wort verstehe – und schämte mich nicht zu knapp.

Tja, so kann es gehen, wenn man die Gesamtlage etwas falsch einschätzt…🙈🙈🙈

Aber Trifle würde ich trotzdem jedem mal empfehlen. Auch wenn ich nicht das Gefühl hatte, dass es der steifen, langweiligen Britin, die eigentlich Deutsche war, geschmeckt hat! 😜

© Ralf Theinert 2008

So Mädels, ich bins schon wieder, Eure Bine. Live und in Farbe: 🤡

Ich hoffe, Ralfs kleine Anekdote aus seinem prallen Leben hat Euch ein wenig gefallen. Als ich sie das erste Mal hörte, hab ich mich schlapp gelacht. Tja, so ist das im Leben: kleine Sünden bestraft der liebe Gott eben immer noch sofort. Die alten Lästerköppe, die! 😬🤣🤣🤣

Und nun zum Rezept, welches ich nach Ralfs Angaben zusammengefriemelt habe. Fantastisch! Echt eine Wucht! Das müsst Ihr unbedingt probieren! 😋 Gestaltet sich zwar ein wenig aufwändiger, aber es lohnt sich…

Ralfs Jersey-Trifle

Zutaten:

1 Päckchen Götterspeise, Geschmacksrichtung Waldmeister

Biskuitteig:
3 Eier
80 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
100 g Mehl
1 gestrichenen TL Backpulver

Madeira nach Geschmack

Brombeeren, Himbeeren und Heidelbeeren

Für die Vanillecreme:
500 g Milch
35 g Zucker
1 Paket Vanillepuddingpulver
1 kleine Prise Salz

300 g Sahne und Krokant

Zubereitung am Tag vor dem Verzehr:

1. Erste Schicht: Götterspeise mit 500 g Wasser nach Packungsanleitung im Topf zubereiten. Die Flüssigkeit in ein große Glasschüssel bzw. höhere Dessertgläser füllen und drei Stunden kühl stellen.

2. Zweite Schicht: Biskuitteig herstellen.
Schmetterling in den Mixtopf setzen. Eier, Zucker und das Päckchen Vanillezucker in den Thermomix geben und 12 Minuten/50 Grad/ Stufe 4 schlagen. Anschließend Mehl und Backpulver zugeben und noch einmal 6 Sekunden / Stufe 3 verrühren.
Teig in eine kleine Biskuitform füllen und 20 bis 25 Minuten bei 160 Grad Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Backofen abbacken. Abkühlen lassen.

3. Nach drei Stunden die Götterspeise aus dem Kühlschrank nehmen. Dürfte fest sein. Eine Hälfte des fertigen Biskuitteiges zerbröseln und davon ein Viertel der Brösel auf die Götterspeise geben. Die andere Hälfte des Teiges in schmale Kuchenstreifen schneiden und später zum Dessert reichen. Das zweite Viertel der Brösel schichten wir später.

4. Nun die Brösel etwas mit Madeira tränken, danach das gemischte Obst auf die Brösel legen. 🤗

5. Vanillecreme herstellen: Schmetterling einsetzen. Milch, Zucker, Vanillepudding und Salz in den Mixtopf geben. Alles zusammen 6 Minuten / 90 Grad / Stufe 2. Vanillecreme kurz abkühlen lassen und auf das Obst geben.

6. Nun die restlichen Brösel auf dir Vanillecreme geben:

7. Sahne schlagen und zum Schluss auf das Trifle-Dessert kleine Häufchen setzen. Obenauf als Topping noch ein wenig Krokant. Fertig ist die göttliche britische Süßspeise. Ein Nachspeisen-Traum wird wahr. 🤗

Na, ist das was Mädels, hab ich Euch zuviel versprochen? Optisch als auch geschmacklich mal was ganz anderes und besitzt eindeutig das Zeug zum Gruppenvirus.

Ich schwör! 😬

Das Oster-Dessert des Jahres 2019. Wette machen? 😍😋😍

Tüskes, machtet jut, Eure Bine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.