Bines Thermi-Welt testet den TM6 – Ein Erfahrungsbericht

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Guten Morgen meine lieben Leser!

Ein von mir überaus geschätzter Kabarettist, Komiker und Autor namens Dieter Nuhr hat einmal gesagt:

“Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten!”

Wunderbar. Ganz mein Humor!

😬🤣🤣🤣

Obwohl, das sei korrekterweise an dieser Stelle auch einmal erwähnt: Die Grundidee des lockeren Spruchs ist leider abgekupfert.

Schon Ekel Alfred resümierte bereits 1974 in seiner Serie “Ein Herz und eine Seele”:

“Wenn man keine Ahnung hat, dann hält man bescheiden die Schnauze!”

Mir ist es, ehrlich gesagt, völlig wumpe, von wem der Satz stammt, auf die finale Aussage kommt es an! 🤗

Denn, weil beide Herren die Sachlage so wunderbar energisch auf den Punkt bringen, und weil ich mir vorgestern ein wenig eigenes Basiswissen verschaffen konnte, gibts am heutigen Sonntag meinen Erfahrungsbericht mit dem neuen TM6 aus dem Hause Vorwerk.

Da reiße ich doch jetzt auch mal meine Klappe ganz weit auf und fische nicht mehr ganz so doll im Trüben. 😅

Ach meine Lieben, ich bin ja so ein haptischer Lerntyp, woll?

Daher wollte ich mit eigenen Händen am Objekt arbeitend in Erfahrung bringen, worum es hier eigentlich geht.

Ist der TM6 wirklich für alle Kunden so genial, wie vom Hersteller und vielen Repräsentanten angepriesen? 🤔

Sorry Kinners, wird dann wohl watt länger heute, datt kriegen wir definitiv nicht in ein paar Sätzen abgekaspert.

Wer da kein Bock drauf hat, der möge JETZT BEHERZT WEGKLICKEN!

😬🤣🤣🤣

Ich bin auch nicht böse und habe großes Verständnis. Versprochen.

So. Hätten wir das auch geklärt.

Noch jemand da?

Okay. Gut. Und nü wirds garantiert ungeschönt und unfrisiert, Schneckschen!

Ich selbst habe noch nie in meinem Leben diese Küchenmaschine verkauft und gedenke das auch in Zukunft nicht zu tun. Von daher ist meine Einstellung zum Gerät völlig frei und unabhängig von irgendwelchen Verdienstmöglichkeiten.

Was nun folgt ist mein aktueller Eindruck zur brandneuen Version auf dem Thermomix-Markt. 😎

Es geht ausschließlich um MEINE PERSÖNLICHE Haltung zum neuen TM6, die naturgemäß nur sehr subjektiv ausfallen kann.

Aufgrund meiner Bloggertätigkeit in dieser Branche habe ich natürlich andere Ansprüche an den TM6, als Ihr sie möglicherweise selbst habt.

Das sei zudem bemerkt und gebe ich zu bedenken, wenn nun ein Shitstorm sondergleichen begeisterter TM6-Besitzer über mich hereinbrechen sollte.

Aber selbst in diesem Fall, Kinners, werde ich damit gut leben können, woll? 😬

Solange es hier gesittet und respektvoll zugeht, bin ich die Letzte, die nicht andere Meinungen neben der eigenen stehen lässt.

Aber das wissen diejenigen Leser, die mir schon geraume Zeit folgen, ja schon lange, ne? 😘

Kommen wir also auf den Punkt:

Ich hatte das Vergnügen mit einer extrem versierten, äußerst kompetenten Dame das Gerät selbst in Augenschein zu nehmen, einige seiner neuen Funktionalitäten ausgiebig zu testen und mich von der Leistungsfähigkeit zu überzeugen.

Wir haben uns am Freitagnachmittag über einen Zeitraum von sieben Stunden mit der Thematik intensiv auseinander gesetzt und das ist nun dabei herausgekommen.

Es wurden ausschließlich Rezepte aus dem Cookidoo® verwendet, von daher gibt es nun verständlicherweise keine Rezeptlinks, wie Ihr es von mir gewohnt seid, sondern nur meine Beobachtungen im Umgang mit dem Gerät und die Ergebnisse der zubereiteten Rezepte in Wort und Bild.

In die finale Auswahl wurden nachfolgende Rezepte gewählt. Diese charakterisieren, meiner bescheidenen Ansicht nach, die wichtigsten als neu angepriesenen Funktionalitäten:

1. Focaccia mit Tomaten
2. Rinderfiletsteaks Sous-Vide
3. Salat mit gebratenem Hähnchen
4. Currywurst
5. Karamell-Bonbons

Los geht’s…😎

Focaccia mit Tomaten:

Als Brot zum Salat haben wir das Focaccia ausgewählt. Wirklich eine sehr gute Beilage, die jedoch auch mit anderen Küchenmaschinen locker zubereitet werden kann. Der Teig wurde mit der Hand auf dem Blech ausgedrückt, damit die Luft auch schon im Focaccia bleibt und es wunderbar fluffig und locker wird.

Durch das darauf getröpfelte Olivenöl wird das ligurische Fladenbrot aus Hefeteig im Anschluss herrlich saftig. Wenn Ihr das noch nicht ausprobiert habt, müsst Ihr das dringend nachholen, Kinners. Ein Gedicht, sage ich Euch! 🤭

Jetzt wird’s spannend…

Rinderfiletsteaks Sous-Vide:

Das war jetzt ein Dingen, Schneckschen. Erinnert Ihr Euch noch an meine Steak-Niederlage mit dem Optigrill vor Kurzem? Ne, was für eine Katastrophe als diese Schuhsohle aus dem Kontaktgrill kam. 😳

Ganz im Gegensatz zu diesem Rinderfilet sous-vide- bzw. vakuumgegart. Ich bin begeistert, das gebe ich zu. 😍

Laut Rezept hätte Butter und ein Zweig Rosmarin mit einvakuumiert werden sollen, haben wir aber echt vor lauter Quatscherei verbaselt. War aber nicht schlimm, final wurde das Steak mit Butter und Rosmarin kurz in der Pfanne gegart.

Was soll ich nun dazu sagen?

Schaut es Euch selbst an. Bilder sagen mehr als tausend Worte. Es war perfekt. Selbst Ralf war völlig aus dem Häuschen und meinte begeistert:

„Bineken, watt ist datt denn? Schmeckt ja fast so gut wie bei El Toro!“

🤭🤭🤭

Uiuiuiui! Nur zur Info, das El Toro ist unser, mit Abstand, bestes Steakhaus in Bochum, woll? Hammerurteil! 😅

Hat mich riesig gefreut, das könnt Ihr mir glauben. Balsam auf mein geschundenes Hobbyköchinnen-Herz nach den letzten schrecklichen Erlebnissen mit Steaks aus dem Optigrill. Hatte echt Albträume danach…😱

Wenn Ihr Euch die Fotos zum butterzarten Rinderfilet jetzt noch einmal genauer anschaut, seht Ihr ein neues Zubehörteil für den Thermomix.

Ladies and Gentlemen, darf ich vorstellen?

Die Welle.

Info für Euch: Aktuell nur in Österreich auf dem Markt, wird aber in Kürze auch bei uns in Deutschland käuflich zu erwerben sein.

Was das genau ist? 🤔

Im Grunde genommen erweitert die Welle, die einfach auf das Messer gesteckt wird, eigentlich nur das Fassungsvermögen des Mixtopfes. Das Garkörbchen wird somit komplett ersetzt.

Beim Sous-Vide-Garen vorgestern war die Welle beispielsweise der perfekte Begleiter. Vier große Steaks hätten wohl im Garkörbchen schwer eingequetscht werden müssen, von daher fand ich das Teilchen wirklich ungemein praktisch.

Die Welle soll bei uns demnächst um die 20 Euro kosten. Das ist ein annehmbarer Preis für diese neue Erweiterung.

Wer von Euch eine größere Familie zu versorgen hat, dürfte sich über das neue Zubehör sehr freuen. Kartoffeln, Kohlrouladen etc. bekommen jetzt einfach mehr Freiraum. Wann es genau zur Verfügung stehen soll, weiß ich leider auch nicht.

Für mich auf jeden Fall ein Must-have und steht auf meiner Einkaufsliste.

😍😍😍

Abschließend sei zum Sous-Vide-Garen im TM6 gesagt: Supergummigut, das Fleisch hätte besser nicht gegart werden können. Das Niedriggaren funktioniert aber auch einwandfrei im TM5. Und genau das werde ich sehr bald einmal darin testen. Wollte ich ja schon lange.

Der Optigrill ist für mich, nach diesem Erlebnis, zum Steaks zubereiten keine Option mehr.

Salat mit gebratenem Hähnchen:

Bei diesem Salat sollte die Bratfunktion mit Hähnchenfleisch getestet werden. Wir hatten exakt 300g Fleisch, eine größere Menge soll man ja auch eigentlich nicht verwenden.

Eigentlich.

Aber dazu später. 😬

Jo, wir haben sie jetzt getestet und ich muss sagen: Beim Hähnchenfleisch ist es für mich nicht ganz so tragisch, wenn kaum Röstaromen zu sehen und zu schmecken sind. Das Fleisch war ebenfalls megazart, jedoch kaum gebräunt. Wer darauf großen Wert legt, wird ganz bestimmt enttäuscht sein.

Diese Aktion hat mich nun von der neuen Anbratfunktion leider nicht überzeugt. Funzt in der Pfanne eindeutig besser.

Keine Alternative zur Pfanne! 😎

Aber der Salat mit glasierten Möhrkes und einem Parmesan/Petersilie-Joghurtdressing war final dann doch echt lecker.

Nundenn, auf ein Neues. So fix geben wir ja nicht auf, einen Versuch mit der allseits beliebten und geschätzten Currywurst starten wir aber noch, woll?

😬🤣🤣🤣

Here we go. Die Currywurst:

Ach ja, der gute alte Ruhrpott-Klassiker.

Wenn ich nur nicht so anspruchsvoll wäre, watt datt Würstken betrifft. 😅

Jessesmariaundjosef. Ja, ich weiß, der TM6 ist beim Braten nur ausgelegt für 300g Fleisch. Erwähnte ich eben schon.

Wir hatten 500g Fleisch und die Garzeit einfach verdoppelt. Wie Ihr anhand der Fotos sehen könnt, war das ein Schuss in den Ofen.

Aber, wie ich von der wirklich sehr versierten Fachkraft an meiner Seite hörte, sieht das Fleisch auch bei der empfohlenen Menge von 300g nicht wirklich besser aus. Geschmacklich gings dann so.

Gottseidank konnte ich die Wurst mit Soße bedecken. Das sah sonst echt nicht schön aus. 😰

Okay, das Fleisch war durchgegart, das war es aber auch. Ne Mädels, eine Currywurst gehört in die Pfanne, besser noch auf den Holzkohlegrill und nicht in einen Thermomix, denn im Mixtopf hat sie absolut nichts verloren, woll?

Kleiner Tipp für TM6-Besitzer, denen die Currywurst aber so hell gefällt: Das Schneiden klappt übrigens wunderbar mit einer Schere. Wäre ich auch nicht selbst drauf gekommen. 🤗

Der Fairness halber sei noch bemerkt: Wir haben bei dieser Garmöglichkeit keine Spritzer auf dem Herd. Das Geschrubbe bleibt den TM6-Besitzern somit erspart.

Meine Meinung?

Ne Kinners, da schrubbe ich echt lieber die versaute Herdplatte oder putze den Grill für eine richtig gute Currywurst. Ich hab da so ein supergutes Zeugs zum Säubern meines Cerankochfeldes. Ruckizucki clean. 😬

Die Currysoße zur Wurst war dagegen gut, dass muss ich ihr lassen. Ich bereite die dann auch mal zukünftig mit Begeisterung im TM5 zu, woll?

😬🤣🤣🤣

Grundsätzlich ist die Anbratfunktion im TM6 nun weiß Gott nicht der Allheilsbringer, Mädels und Jungs.

Wenn man Gulasch im Mixtopf anbrät, haben wir wohl das gleiche Palaver. Wurde gesagt. Aber wer bitteschön brät nur 300g Gulasch an? Ich jetzt nicht. Lohnt ja kaum. In der Praxis wohl auch bei anderen Nutzern nicht so üblich.

Gulasch gehört in einen großen Bräter oder in ähnliche Kochutensilien und nirgendwo anders hin!

Am Ende scheint mir diese Funktion eigentlich nur auf die Schnelle integriert worden zu sein, weil es dem Kundenwunsch entspricht und die Neuvorstellung des TM6 wegen zu großer Konkurrenz nicht mehr länger warten konnte. 😰

Der Thermomix hat, wie gehabt, seine Grenzen. Immer noch. Auch mit dem TM6. Es gibt einfach Lebensmittel, die gehören da NICHT rein. Fleisch, welches Röstaromen dringend benötigt, hat darin überhaupt gar nie nix zu suchen.

Darüber hinaus gehört für mich ein Schnitzel in eine Pfanne bzw. den Backofen und für meine krossen Frikadellschen werde ich definitiv auch in zehn Jahren, egal was da noch so auf den Markt geworfen wird, noch meine alte Bratpfanne benötigen.

Hundertpro. Das wage ich jetzt einfach mal zu prognostizieren! 😎

Karamell-Bonbons:

Wirklich extrem lecker. Das muss ich sagen. Das Ergebnis war geschmacklich toll und erinnerte mich ein kleines bisschen an die Bonbons meiner Oma. Aber auch nur, weil wir offensichtlich alles richtig gemacht haben. 😅

Schwierig fand ich, dass man wirklich grammgenau und Schritt für Schritt sich penibelst an die Anleitung halten musste. Ich hörte, dass das Rezept nur mit kalter Butter funktioniert. Die hatten wir. Bei warmer Butter meckert der TM6 und leitet den Nutzer wohl im Vorgang nicht mehr weiter. Wäre für mich jetzt echt eine mittlere Katastrophe die ganze Chose unverrichteter Dinge aus dem Mixtopf rauszuholen und zu entsorgen.

Säubern des Topfes: Auch das war etwas tricky. Schnell die Masse aufs Backblech und flott den Topf mit Essig und Wasser befüllen.

Wartet man länger damit – Na dann, gute Nacht, Deutschland!

😅😅😅


Was mir grundsätzlich NICHT GEFÄLLT am neuen TM6:

Was mir absolut missfällt ist die Tatsache, dass Vorwerk diejenigen Interessenten des TM5 quasi nötigt einen Cook-Key® für immerhin 99,00 Euro und ein kostenpflichtiges Jahres-Abo in Höhe von 36 Euro käuflich zu erwerben, welche die Bratfunktion nutzen wollen.

Beim TM6 funzt es nur mit den Rezepten des Cookidoo® bzw. mit Rezepten aus dem integrierten Kochbuch. Aus Sicherheitsgründen. Vielleicht wird da ja zukünftig auch noch nachgebessert.

Okay, korrekterweise muss man schreiben, dass das Cookidoo® das erste halbe Jahr im Preis beim Kauf des TM6 inbegriffen ist. Macht den Braten, meiner Ansicht nach, jetzt aber auch nicht mehr fett.

Denn danach wird’s teuer, wenn man die Cookidoo®-Rezepte, an die man sich in der Zwischenzeit so schön gewöhnt hat, nutzen möchte.

Keine so unkluge Strategie von Vorwerk, woll? 😅

Jetzt mal wieder Klartext: Die innovative Bratfunktion ist es mir ganz klar NICHT wert, einen TM6 anzuschaffen und meinen alten TM5 zu verscherbeln.

Ansonsten finde ich das Handling beim Cookidoo® schon recht gut. Man kann sich damit seine eigene Favoriten erstellen und ziemlich praktische Einkauflisten direkt auf dem Smartphone auswerfen.

Für mich, aus gleich noch erklärten Gründen, aber kein Thema.

Der neue TM6 erhitzt nun bis 160 Grad und Röstaromen sind möglich. Aber eben nicht wirklich in der Qualität, die ich perfekt finde. Diese neue Funktion gibts leider nicht manuell zuschaltbar, sondern ausschließlich einzusetzen mit Rezepten aus dem Cookidoo®.

Für Vorwerk sicher ein lohnendes Zusatzgeschäft, für mich so nicht akzeptabel!

😕😕😕

Da ziehe ich doch meinen Herd, Bräter, Topf und Pfanne vor, nicht zuletzt deswegen, weil ich in diesen Gefäßen mengenmäßig nicht auf 300g Fleisch begrenzt bin und die Röstaromen definitiv ausgeprägter zur Geltung kommen, als bei der Zubereitung im TM6. Das ist nach meinem Test jetzt Fakt.

Die ausprobierte Currywurst schmeckte nicht ganz so schlecht, bei dieser Qualität kann ich mir die Wurst dann aber auch aus dem Currywurstschlauch von Krümmel, einer sehr bekannten Schlachterei in Bochum besorgen.

Die ist ebenfalls recht ordentlich. Aber, wenn man einen höheren Anspruch an eine Currywurst hat und die Bochumer Kult-Currywurst Dönninghaus kennt, ist die neue Thermomix-Version keine Option.

Für alle Leser die noch keinen TM5 besitzen, wechseln wollen und großen Wert auf eine quasi unbegrenzte Rezepte-Vielfalt legen, ist der TM6 sicherlich gut geeignet. 😍

Aktuell hat man, zahlt man dann das Cookidoo®Abo, mit dem TM5 und dem TM6 Zugriff auf 42.000 internationale Rezepte. 7.700 im deutschen Portal. Jeden Monat kommen 60 bis 80 Rezepte dazu. Wobei ich auch hier anmerken möchte, Kinners, so alt können wir gar nicht mehr werden, um allein ein Drittel der Rezepte aus der Rezeptwelt zu testen (Stand heute: 75.600).

Ganz abgesehen von den tollen Rezepten meiner kreativen Blogger-Kollegen, die diese ja auch noch zusätzlich anbieten.

Ebenfalls kostenfrei wohlbemerkt!

😍😍😍

Ich selbst benötige Cookidoo® nicht, weil ich in der Thermi-Welt ausschließlich Rezeptlinks oder eigene Rezepte vorstelle, die eben jeder nachkochen kann. Auch diejenigen Leser, die keinen Thermomix, ein altes Gerät oder aber eine Discounter-Küchenmaschine besitzen.

Niemand soll wegen des vorhandenen oder nicht vorhandenen Equipments ausgegrenzt werden! Das ist mir in meinem Blog bzw. auf meiner Fanpage sehr wichtig. 🤗

Was mir außerdem nicht besonders gut gefällt, ist die scheinbare Detailverbesserung des Garkörbchens mit zusätzlichem festen Deckel. Dass hiermit eine Überfüllung des Körbchens ausgeschlossen ist, kann ich nachvollziehen. Aber in der Handhabung finde ich den Deckel einfach nur unpraktisch und total lästig.

Der neue TM6 besitzt einen hochauflösenden 6,8 Zoll Touchscreen, ist sicherlich für die älteren Nutzer unter uns ein Vorteil. Optisch stört mich allerdings, dass der Drehknopf in den Bildschirm hineinreicht, wird aber vermutlich technische Gründe haben. Schick muss sich eben der Technik beugen. Normal.

Und irgendwann, Ihr Lieben, werden wir alle so schlecht sehen können, dass auch dieser Touchscreen leider nicht mehr ausreichend sein wird. Und größer geht’s jetzt echt nicht mehr! 😬😬😬

Trotzdem muss ich konstatieren: Als ich beim Arbeiten durchs Menü geführt wurde, ist mir der größere Bildschirm nur anfangs positiv aufgefallen, ein Stündchen später habe ich dieses neue Feature nicht mal mehr bemerkt und damit genau so gearbeitet, wie mit meinem kleinen TM5-Bildschirmchen.

Ich hab ‘ne echt gute Nahsichtbrille, Leute! 🤗

Karamellisieren: Der TM6 ist jetzt noch ein klein wenig besser für die Zubereitung süßer Desserts geeignet. Er karamellisiert Zucker ohne anzubrennen. Sagt jetzt nicht nur der Hersteller, sondern auch die Bine.

Aber auch dieses Problem kann ich perfekt in einem vernünftigen Topf lösen. Für mich kein Grund zur Kaufentscheidung. Und die allerbesten Karamellbonbons, das wisst Ihr bereits, machte eh meine Oma. Gott hab sie selig. 😍

Sous-vide-Garen: Ein temperaturgenaues Kochen für Steak-Fans ist sicherlich ein Vorteil, man benötigt keine zusätzlichen Geräte mehr. Jedoch funktioniert diese Art des Garens auch in meinem ollen TM5, wenn auch ein wenig aufwändiger, aber vom Ergebnis her nicht schlechter. Darauf kommt es mir persönlich an.

Fermentieren: Zu früheren Zeiten diente das Fermentieren eigentlich mehr zur Haltbarmachung von Lebensmitteln, heute scheint es ein schicker Foodtrend zu sein. Diese modischen Richtungen kommen und gehen. Ach Kinners, ich finde, man muss doch nicht jeden Trend mitmachen, oder?

Ich brauch das jetzt nicht und krieg meinen Joghurt auch so hin. Und Kimchi, ein koreanisches Nationalgericht, kannte ich bis dato noch gar nicht. Und ganz ehrlich? Ich hab es bisher nie wirklich vermisst!

😬🤣🤣🤣

Slow-Cooking: Niedrigtemperaturgaren ist ebenfalls gerade ein aktuelles Muss. Meine Meinung? Die Zubereitungsmöglichkeit besonders zarter Speisen ist ein Nice-to-have, aber nicht überlebensnotwendig!

Und, wie Ihr lesen konntet, Sous-Vide klappt auch im TM5.


Was mir GRUNDSÄTZLICH am neuen TM6 GEFÄLLT:

Während des Garvorgangs kann man im Menü einfach weiterarbeiten und beispielsweise ein neues Cookidoo®-Rezept raussuchen, welches man sich vielleicht auch mal genauer anschauen möchte.

Das Problem mit der reparaturanfälligen Waage scheint nun ad acta gelegt zu sein. Sie ist nun besser verbaut und wiegt in Ein-Gramm-Schritten die perfekte Menge ab. Finde ich gut. 😍

Der nicht mehr hin und her springende, fest einsetzbare Messbecher ist definitiv ein Vorteil bei einigen Gerichten, der passt auch auf den TM5. Ach, wie praktisch! 🤗

Spritzschutz: Für mich eine sinnvolle Anschaffung, dazu brauch ich aber nicht zwingend den TM6, passt übrigens auch auf den TM5.

Der neue Spatel ist vorn an der Seite elastisch, auf jeden Fall eine Verbesserung! Zweifelsohne.

Abschließendes Fazit von Bines Thermi-Welt:

Das Maschinchen ist grundsätzlich nicht schlecht, aber für mein Empfinden ist da noch viel Luft nach oben, um meine persönlichen Wünsche gänzlich zu erfüllen.

Ich fürchte jedoch, sie bleiben noch über viele Jahrzehnte unerfüllt, wenn es überhaupt je passieren wird. 😬

Da ich einen funktionalen TM5 besitze, sehe ich aktuell absolut keinerlei Veranlassung auf das neue Gerät upzugraden.

Wer von einem 21er oder 31er den Umzug plant, der ist mit dem TM6 ganz sicher gut bedient. Keine Frage!

Derjenige, welcher sich jedoch den neuen TM6 nicht leisten kann oder will, der hat sicher auch an dem TM5 seine helle Freude. Die Küchenmaschine gibts ja mittlerweile für 700 bis 800 Euro auf den verschiedenen Plattformen käuflich zu erwerben.

Auch nicht wenig Geld, aber eben doch noch ein paar hundert Euro preiswerter als der TM6. Solltet Ihr eine solchen Kauf in Erwägung ziehen, auf den diversen Verkaufsplattformen sind viele Betrüger unterwegs.

Also – uffbasse! 😰😰😰

Ich würde mir selbst nun von Herzen wünschen, dass mein Küchenmaschinchen noch mindestens so lange durchhält, bis dass die nächste Generation auf dem Markt platziert wird.

Dann hoffentlich mit zuschaltbarer, vernünftig funzender Bratfunktion für uns Hobbyköche, die auch gern mal freestylemäßig unterwegs sind und nicht unbedingt stur nach Rezept vorgehen und sich kein Jahresabo ans Bein binden wollen. Diese Funktion empfinde ich seit dieser Woche selbst als nichts Halbes und nichts Ganzes.

Ein größerer Mixtopf wäre sicherlich ebenfalls für viele Nutzer wünschenswert. Aber auch hier habe ich beim nächsten Gerät sehr wenig Hoffnung. 😰

Überlegt doch mal, Kinners, der Mixtopf beim TM6 hat das gleiche Fassungsvermögen wie der TM5. 2,2 Liter. Stellt Euch mal vor, wenn das Töpflein drei Liter fassen könnte und bis oben unter den Rand proppevoll mit heißem Gargut wäre?

Also ernsthaft absolute Verbrennungsgefahr und so viel Muckis hab ich definitiv auch nicht in den Oberarmen. Und bedenkt auch einmal, es gibt viele ältere Menschen, die den Thermomix ebenfalls nutzen möchten.

Nein, das wäre einfach viel zu gefährlich und nicht praktikabel. Ich verstehe, wenn sich an der Größe in Zukunft nichts ändern wird.

In diesem Fall müsste das Gerät ganz anders von Grund auf optimiert werden.

Ich las erst gestern, dass die Firma Bosch jetzt eine brandneue Thermomix-Alternative auf den Markt bringen will. Weltneuheit. Drei Liter Fassungsvermögen und sie kann bis zu 200 Grad erhitzen.

Ihr Name? Cookit. 😎

Vielleicht klappt das anbraten ja mit dieser Küchenmaschine. Der Cookit ist optisch aber völlig anders konzipiert als der TM6. Anfang 2020 wird er auf den Markt kommen. und dann werden wir auch wissen, wie teuer der Cookit wird.

Er soll sich aber auch im “Premiumsegment” auf Augenhöhe mit dem Thermomix bewegen. Von daher bleibt ein Run auf das Gerät abzuwarten. 😅

So. Wir kommen endlich zum Schluss! Jetzt seid Ihr aber heilfroh, was? 😬

Dreimal dürft Ihr raten, was ich Freitagabend dann noch gemacht habe?

Jawoll!

Pimp my TM5! 🤣🤣🤣

Für schlappe 30 Euro!

Ich habe mir den neuen Messbecher, den Spritzschutz und den elastischen Spatel gekauft und bin mit round about 30 Euro dabei gewesen. Sobald es die Welle bei uns käuflich zu erwerben gibt, werde ich mir das Teilchen auch noch zulegen.

Kostenpunkt hier, wie oben schon erwähnt, um die zwanzig Euro. Mit fünfzig Euro bin ich ergo dabei und habe dann alles, was mir persönlich wichtig ist und mein Herz begehrt.

Soderle, das wars!

Macht mit den Informationen jetzt was Ihr wollt, ne? Von mir aus auch sofort wieder aus dem Köpflein streichen. 😘

Sollte Euch mein Erfahrungsbericht zum neuen TM6 jedoch gefallen, wäre es einfach nur fantastisch, wenn Ihr ihn weiterempfehlen würdet.

Tut auch gar nicht weh und würde helfen, vielleicht noch von einer Reihe mehr Thermomix-Interessierten gelesen zu werden. Ich schätze, diese etwas andere Beurteilung aus meinem persönlichen Blickwinkel dürfte schon einige Thermi-Besitzer, und die, die es noch werden wollen, interessieren.

Und außerdem, kommt datt gute Stück dann auch mal watt rum, woll? 😬

Ich finde, das hat der Artikel verdient. Er hat mich schlappe neun Stunden Arbeit gekostet! Ohne Pause. Nur der Bericht wohlbemerkt, das Kochen ist da zeitlich noch gar nicht mit drin. 😅

Ganz lieben Dank für Euren Einsatz! Ich weiß es sehr zu schätzen!

😘😘😘+😘

Euch noch einen schönen Sonntag, woll?

Tüskes und bis die Tage, Eure Bine

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