Schnelle Sonntagsbrötchen

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Boah Kinners, watt sind die dick, Mann!!! 😱😱😱

Hier, tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, nannte man sie “Bochumer”. In Ralfs Büdchen umme Ecke lagen sie, seiner Erzählung nach, immer in rauen Mengen für die Kids in der Auslage. Nach den ausgiebigen Fussballnachmittagen gab es immer einen riesigen Ansturm darauf.

Tolles Bild, ich hab es direkt im Kopf gehabt. 😋

In meiner sauerländischen Heimat waren sie uns unter dem Namen “Mohrenkopfbrötchen” geläufig. Damals hat sich niemand darüber Gedanken gemacht, dass diese Formulierung einmal politisch nicht korrekt sein könnte. Auf sowas Verqueres wären wir echt nicht gekommen. 😐

Und ganz ehrlich, Leute?

Wenn mir zu dieser Zeit jemand erzählt, was heutzutage um solche Begrifflichkeiten ein Zinnober gemacht wird, ich hätte es nicht für möglich gehalten. Als wenn wir sonst keine Probleme hätten…😅

By the way, passend dazu noch ein kleines Anekdötchen:

Mitte der 80iger Jahre hatte ich mal einen ganz lieben schwarzen Schulkollegen. Wir besuchten zeitgleich die Fachoberschule für Kunst und Gestaltung in Neheim. Super Typ und schon zu Jugendzeiten ein absolut begnadeter Künstler. Beneidenswert. 👍

Oh Leute, was dieser junge Mann damals schon drauf hatte, war wirklich sehr ungewöhnlich. Extrem talentierter Bursche. Er zeichnete in den Pausen von uns Mitschülern gerne Portraits. Einfach so aus dem Stehgreif. Das hättet Ihr sehen müssen, die Zeichnungen hätten ernsthaft jeder Fotografie Konkurrenz machen können, man sah kaum einen Unterschied.

Genial, der Knabe! 🥰🥰🥰

John war einer von der Sorte Mensch, denen die Lehrer nicht mehr wirklich was beibringen konnten. Eher umgekehrt. Ein absolutes Naturtalent. 🤗

Mein Schulkollege jedenfalls echauffierte sich damals nicht über die Bezeichnung und aß sein Mohrenkopfbrötchen mit großem Appetit regelmäßig vor Schulbeginn. Mit mir gemeinsam. Wir haben uns nichts dabei gedacht und waren einfach nur beste Schulfreunde, mit ähnlichen Interessen, Humor und geschmacklichen Vorlieben.

Ach, was war das Leben doch damals herrlich unkompliziert. Wir waren einfach nur Schüler, die temporär einen gemeinsamen Weg gingen und viel miteinander erlebten. Das alles hatte mit der Hautfarbe gar nix zu tun. Ist ja auch völliger Humbug, nur die inneren Werte zählen und sonst nix. Meine Meinung! 😎

Nundenn, ganz gleich wie sie heute heißen, ob Fortunabrötchen, Matschbrötchen, Mohrenkopfbrötchen, Negerkussbrötchen, Sportweck,
Schaumkuss, Mohrenkopfsemmeln, Klatschbrötchen,
Dötscher oder Dadsch-Weggle…

…unendlich lecker war datt Zeugs schon, ne?

😋😋😋

Und Kinners? Wie hieß diese Süßigkeit in Eurer Kindheit denn so?

Habt Ihr auch Eure letzten Kröten zusammengekratzt und sie im Schwimmbad oder beim Bäcker umme Ecke gekauft? 😍🤗😍

Hach, ich liebe ja diese Art von Nostalgiereisen. Und ich liebe diese herrlichen Sonntagsbrötchen. Ein brandheißer Tipp von Ellen, den sie uns vor ein paar Wochen gab. Danke, meine Liebe, sie sind wirklich sehr gut. Gibt’s nix zu meckern.

Schmecken nicht nur mit einem Mohrenkopf prima, aber auch…🤡

Tüskes, Eure Bine

Rezept: Schnelle Sonntagsbrötchen

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