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Liebe Leser,

heute mal wieder zwischendurch ein kleines Statement in eigener Sache.

Jeder, der heutzutage schreibend unterwegs ist kommt, über kurz oder lang, nicht an einem Thema vorbei.

Gendere ich in meinen Texten, oder lasse ich es sein? 🤔

Mein Blog ist, das wissen die Leser, welche mir schon länger folgen, nach allen Seiten hin tolerant und offen.

Der Umgang meiner Community, vorwiegend auf Facebook, untereinander ist geprägt von großem Respekt. Dafür an dieser Stelle noch einmal ein dickes Dankeschön! 🥰

Nun bin ich aber keine professionelle Journalistin und schreibe nur in einem klitzekleinen Blog.

Es ist aber mein Blog – ergo schreibe ich auch nach meinen eigenen Regeln.

Dennoch finde ich es wichtig, dass man sich über das Gendern ernsthaft Gedanken macht, da Sprache auch unser Bewusstsein prägt.

Aber, die Sprache allein, so denke ich, ist es eben auch nicht, sondern viel mehr die grundsätzliche Haltung, die man pflegt. Und meine ist von jeglicher Form der Diskriminierung Lichtjahre entfernt.

Der Genderfrage habe ich mich nun ausreichend gestellt und entschieden:

Bines Thermi-Welt gendert NICHT!

Aus diversen Gründen.

Einer davon wäre, dass es in fließenden Texten sehr schwierig zu lesen ist, wenn überall ständig Sternchen auftauchen.

Als lesender Konsument empfinde ich es phasenweise als äußerst anstrengend und möchte meinen Lesern dem nicht aussetzen.

Zudem geht es beim Schreiben von Blogartikeln darum, dass man es schafft, Interesse an den Texten zu wecken. Das ist ohne Gendersternchen schon eine Herausforderung und mit, aus meiner Sicht für einen kleinen Foodblog wie den meinen, einfach viel zu steif. Das würde meinen Texten die Spontanität und am Ende die Lockerheit nehmen. Das möchte ich nicht.

Mein wichtigster Beweggrund nicht zu gendern ist jedoch folgender:

Ich lebe Gleichberechtigung seit vielen Jahrzehnten und werde diese nicht durch eine angepasste Sprache, von der ich noch nicht einmal ganz genau weiß, wer sie ursprünglich ins Leben gerufen hat, zum Ausdruck bringen.

Das, was ich bisher mitbekommen habe ist, dass der Ursprung nicht bei denjenigen liegt, die es in der Realität betrifft.

Das Gendern kann nun jeder gerne praktizieren, wie er möchte. Grundsätzlich finde ich es gut, so diese sprachliche Innovation bewirkt, was sie eigentlich soll. Was ich jedoch aktuell noch bezweifele.

Ich würde mir jedenfalls zutiefst wünschen, dass jeder Schreiberling, der sich für das Gendern entschieden hat, die neue Sprache auch genauso verinnerlicht und der Schein am Ende nicht trügt. Denn nur in diesem Fall wären wir gleichberechtigungstechnisch weiter also zuvor.

Ich persönlich ziehe es jedenfalls vor, Gleichberechtigung primär zu leben und ändere meine Schreibweise daher zukünftig nicht.

In diesem Sinne: Auf die Toleranz und Freiheit! Auch sprachlich! 😎

Eine schöne Woche wünscht…

Eure Bine