Guten Morgen, liebe Bines Thermi-Welt Fans! 😍

Neben einem leckeren Spekulatius-Aufstrich, welcher ebenfalls in meiner Geschenkt√ľte zu finden war, geht es heute Morgen wieder einmal etwas poetisch zur Sache.

Dieses Mal hab ich ein etwas kritisches Weihnachtsgedicht von Ralf f√ľr uns. 😅

Mich ber√ľhrt es immer noch sehr, wenn ich es lese. Vielleicht geht es Euch ja √§hnlich… 😍

Weihnachtsmarkt

B√ľdchen geh√ľllt in gl√§nzenden Schimmer,
Lebkuchen, Schokolade, Gl√ľhwein und Glimmer,
der Duft von gebrannten Mandeln und Zimt,
Musik, die erwärmt und im Herzen nachklingt.

Fröhliche Kinder mit leuchtenden Augen.
Herzen, die an das Gute noch glauben.
Ein Rausch von Gef√ľhlen vertreibt alle Sorgen.
Gelebt wird das Heute, vergessen das Morgen.

Da werden Pelze zu Markte getragen.
Berauscht werden Sinne, gef√ľllt wird der Magen.
Der Zaster, er wandert, das ist so gewollt,
die Wirtschaft floriert, der Rubel, er rollt.

Zerlumpte Menschen, die am Rande steh’n,
ignoriert man, man will sie nicht seh’n,
und manch einem wird der Sinn hier so schwer,
das Gl√ľck bleibt versagt, der Magen bleibt leer.

Ein Blick in die Augen zeigt Bitterkeit.
Ber√ľhrung der Herzen verstehbaren Neid.
Feststimmung erdr√ľckt Gewaltt√§tigkeit.
Man gibt aus verlogener Heiligkeit.

Hier paaren sich Kaufrausch und Gl√ľcklichkeit,
mit Trauer und Armut und Einsamkeit.
Auch hier wird vergessen, was eigentlich zählt,
Weihnachtsmarkt, der Spiegel der Welt!

© Ralf Theinert 1995

Euch allen einen sch√∂nen Samstag! 🥰

Eure Bine

Rezept: Spekulatius Aufstrich