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Guten Morgen zusammen.

Es ist Winterzeit, Ihr Lieben, beim nächsten Ton ist es…6:00 Uhr. Piep! 🙃

Schätze, der ein oder andere von Euch erlebt auch heute die senile Bettflucht.

Zur Sonntagslektüre: Aufmerksame und treue Leser von Bines Thermi-Welt werden bereits wissen, wer meine allererste große Schwärmerei war, woll?

Für die, die es nicht wissen sollten: Es war das ehemalige Les Humphries Mitglied Jürgen Drews. Später trug er auch den bescheidenen Titel “König von Mallorca”. 🤡

Ja sorry, war jetzt einfach mal so. Ich sah ihn 1977 in der ZDF-Drehscheibe mit einer Akustikgitarre in der Hand, bekleidet (oben herum 😬) nur mit einer ärmellosen Jeansweste auf nackter Haut, extrem lässig auf einem Barhocker sitzen und “Ein Bett im Kornfeld” singen.

Sein breites Zahnpastalächeln zog mich umgehend in seinen Bann. Und schwupps kamen meine weiblichen Hormone in Wallung und ich hatte mich im Handumdrehen schockverliebt in den Typen.

So. Das zum gedanklichen Einstieg für den weiteren Verlauf meiner Erzählung, sonst versteht Ihr den Rest nicht. 🥳

Denn wer, liebe Leute, hätte schon ahnen können, dass mich mit Jürgen Drews noch etwas ganz anderes verbindet als nur eine frühpubertäre Schwärmerei?

Ich mag vielleicht sogar behaupten, uns vereint ein noch existenzielleres Erlebnis. Naja, zumindest bis zu einem gewissen Zeitpunkt…😬

Nie hätte ich das für möglich gehalten. Jedenfalls nicht, bis letzte Woche…

Denn da, Ihr Lieben, habe ich tatsächlich etwas erfahren, was mich, auf meine alten Tage, dann doch schier umgehauen hat!

Um Euch die ganze Geschichte im wahren Kontext erzählen zu können, muss ich nun Mal wieder ausholen und aus meiner, doch auch phasenweise dunklen Vergangenheit, berichten.

Tut mir leid, dass ich nun das recht positive Bild, was Ihr vermutlich in den letzten Jahren von mir gewonnen habt, versauen muss. Aber, datt mutt! Na, für eine gute Story muss man eben Opfer bringen, wenn man im Showgeschäft nach oben kommen will, woll?

😅🤣🤣🤣

Los gehts…

Ich war siebzehn Jahre alt, immer noch in meiner flegellinnenhaften Phase und ziemlich anti, zumindest was meine schulische Karriere betraf. Auf alles andere hatte ich voll Bock.
Diese Entwicklungsstufe endete bei mir übrigens später, aber dafür fing sie auch früher an. 😬

Vor allen Dingen, was die schulischen Themen betraf, war ich zu diesem frühen Zeitpunkt schwer demotiviert.

Datt war aber auch watt öde da, Leute! Nicht ein Fach, was mich wirklich interessierte. Okay, vielleicht Deutsch und Sport, aber die Leibesübungen hatten wir auch nur zwei Stunden pro Woche. Und Deutsch war gefühlt immer weniger präsent als Mathe, Chemie und Physik. Zu meinem Leidwesen.

Nundenn, Not macht erfinderisch.

Wenn ich mal absolut keine Lust auf Schule hatte, bin ich zum Arzt und habe dann, ja ich gestehe reumütig, auch mal einen “auf krank” gemacht. Ich kramte all mein schauspielerisches Talent zum Vorschein und dann gings damit ab in die Arztpraxis.

Einmal, Ihr Lieben, hab ich es dann völlig übertrieben und hatte mir, doch recht naiv, eine Bauchschmerzen-Geschichte ausgedacht. Bin dann am Montagmorgen vor Schulbeginn zu meinem Doc, der mit einem Kollegen in einer Gemeinschaftspraxis arbeitete, und habe ihm mein Leid geklagt.

Seit ein paar Tage hätte ich übelste Bauchschmerzen, erzählte ich ihm mit einem unendlich leidenden Gesichtsausdruck.

Ich lag auf der Liege im Behandlungszimmer und der Doc drückte auf meinem Bauch herum: “Tut das weh, Frau Hömberg, oder DAS?”

Bine, schmerzgekrümmt: “Aua, JA, DAS tut richtig weh!”

Doc: “Okay Frau Hömberg, das hört und fühlt sich nicht gut an. Zur Untermauerung meiner Diagnose hole ich noch eben den Kollegen dazu. Nur um sicher zu gehen. Kleinen Moment…”

Sprachs, ging raus und kam mit dem Kollegen wieder rein. Puh!

*schweißvonderstirnwisch*

Gleiches Prozedere. Der Kollege drückte an der gleichen Stelle und ich, irgendwie hatte ich ja keine andere Wahl mehr, ohne mein Gesicht zu verlieren: “AAUUUAAAHHH, das tut ja mal richtig weh!”

Mein Hausarzt: “Na, das ist ja eindeutig, ich schreibe Ihnen jetzt direkt eine Überweisung ins Krankenhaus, der Blinddarm muss raus!”

🥺🥺🥺

Bine angsterfüllt: “WAS? Ins KRANKENHAUS? Nein, das möchte ich nicht. Erst einmal nicht! Bitte Herr Doktor!”

Ein “die Schmerzen sind, wie durch ein Wunder, plötzlich weg” konnte ich mir gerade noch verkneifen…😬

Doc: “Mmmh, ich mache das ungerne, aber wenn Sie so eine Angst vor dem Krankenhaus haben, Frau Hömberg, ich appelliere an Ihre Vernunft und schreibe Sie jetzt zwei Tage krank. Wenn heute Nachmittag, oder kommende Nacht die Schmerzen stärker werden, dann rufen Sie bitte umgehend einen Notarzt! Versprechen Sie mir das?”

Bine, sehr brav und äußerst dankbar, ob dieser doch sehr erfreulichen Wendung für mich:” Ja, Dr. Soundso, das mache ich auf jeden Fall, versprochen!”

Auweia, nochmal Glück gehabt und mit einem schwer blauen Auge davon gekommen, was? 😅

Ganz im Gegensatz zu Jürgen Drews, Ihr Lieben!

Der gute Mann erzählte nämlich in einem Interview folgende Geschichte:

Sein Vater war selbst Arzt und offensichtlich hatte Jürgen zum Thema Schule die gleiche destruktive Haltung wie ich an den Tag gelegt.

Auch er erfand eines Tages Bauchschmerzen aufgrund von Schulmüdigkeit und sein Vater schickte ihn direkt zu einem befreundeten Kollegen und zack – lag der arme Jürgen auf dem OP-Tisch. 😱

Sein Vater war völlig im Bilde, dass sein Gesundheitszustand mitnichten ernst war und wollte ihm, mit dieser krassen Aktion wohl eine Lektion fürs Leben erteilen.

Da Jürgen sich die Blöße vor seinem Vater nicht geben wollte, hat er, im Gegensatz zu mir, das Ding am Ende voll straight durchgezogen.

😱😱😱

Nun läuft der erfolgreiche Schlagersänger seit vielen Jahrzehnten ohne Blinddarm durch die Gegend am Ballermann sechs.

Und das alles, ohne dass ihn das Teil jemals wirklich geärgert hätte. Tja, passiert.

So is Lebbe. 🤷‍♀️

Ach Kinners, so einen Blinddarm braucht eh kein Mensch zum überleben und eine so gute Story, die mit Sicherheit JEDEN, der sie hört oder liest, zum Lachen bringt, hat er frei Haus dazu bekommen. 🙈

Mich hat seine verspätete Beichte jedenfalls schwerstens amüsiert und ich fühle mich Jürgen seit letzter Woche, zwar nicht mehr emotional in Form von großen Gefühlen verbunden, aber dennoch irgendwie wieder ein Stückchen näher. Nach all den Jahren… verrückt! 🤪

Wer hätte gedacht, dass wir nochmal auf diese Art und Weise mental zusammen kommen? Wenn auch wieder mehr einseitig, Jürgen weiß ja bis heute von gar nix…

🤣🤣🤣

Und wer, liebe Leser, hätte gedacht, dass schnöde grüne Bohnen mit Speck so sensationell schmecken können?

Glaubt Ihr nicht?

Probierts aus! Mit Senf, braunem Zucker und Balsamico bianco. Ich verspreche Euch nicht zuviel. Ährlisch!

😋😋😋

Schönes Wochenende Kinners! Machts Euch gemütlich. Wetter soll durchwachsen werden, die Wolldecken bekommen langsam wieder mehr Aufmerksamkeit und das ist gut so. 😍

Tüskes, Eure Bine

Rezept Grüne Bohnen süß-sauer