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Guten Morgen!

Fastenzeit. Holdrio! 💪

Und da hab ich die Tage so schrecklich nüchtern bei mir gedacht:

“Bineken, wenn schon die Zeit zwischen Neujahr und Aschermittwoch abnehmtechnisch eher frustrierend verlaufen ist, lass die Vorsätze zur Fastenzeit doch gleich ganz sein, woll?

Keine Erwartungshaltung – keine Enttäuschung!”

😬😬😬

Außerdem musste ich noch dringend ein Gericht in meinem neuen Schmortopf ausprobieren, für welches ich dieses geniale Töpflein überhaupt angeschafft habe, woll?

Kinners, ich hab seit zig Jahren keinen Schweinebraten mehr fabriziert. Nun ist es an der Zeit mein Wunschobjekt, welches seit vielen Jahren in meinem Kopf herumschwirrt, endlich auch in der Praxis fertigzustellen und zu gucken, ob er wirklich so gut schmeckt wie in meiner überbordenden Phantasie. 😅

Und so kam es, meine Lieben, dass beim letzten Einkauf ein Schweinenackenbraten in meinem Einkaufskorb sprang. Fast wie von Zauberhand. Ich kann nix dafür. Der Geist ist wirklich willig, aber die Bine gerade einfach unglaublich schwach.

Ach, watt soll man machen? Kommen auch wieder diszipliniertere Tage, ne?

🤷‍♀️🤷‍♀️🤷‍♀️

Hier ist es also. Das gute Stück. Wir aßen es am letzten Freitag und die einhellige Meinung meiner Familie war:

“Schmeckt total wie ein köstlicher Sonntagsbraten!”

Der Meinung bin ich auch.

Leeeecker! 😋😋😋

Bochumer Schweinebraten
(im Schmortopf mit Deckel zubereitet)

Zutaten:
2 EL Butterschmalz
1,5 Kilo Schweinenackenbraten
(ohne Knochen)
Salz, Pfeffer
Paprika edelsüß

Senf-Gewürztunke zum bestreichen:
3 EL Senf mittelscharf
1 EL Albaöl
1 Tl Salz
0,5 TL Pfeffer
2 EL Sojasoße
1 EL Worcestersauce
(herzhaft delikat)
2 TL Honig

Suppengrün:
(4 kleine Karotten
1 Stange Porree
2 kleine Stücke Sellerie)
Salz, Pfeffer
2 EL Tomatenmark
2 Knoblauchzehen
300 ml trockenen Rotwein
1 Liter Wasser Brühe
3 -4 El selbstgemachte gekörnte Brühe
2 EL Speisestärke

Zubereitung:

1. Schweinenacken unter kaltem Wasser abbrausen. Auf ein Küchentuch legen und trockentupfen. Vorab schon einmal mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver, von beiden Seiten, gut würzen.

2. Butterschmalz im Schmortopf zerlassen. Nun den Braten rundherum scharf anbraten.

3. In der Zwischenzeit eine Tunke aus Senf, Salz, Pfeffer, Sojasoße, Worcestersauce und Honig herstellen. Sobald der Braten gut gebräunt ist, nehmen wir ihn aus dem Schmortopf und bestreichen ihn überall mit der Senftunke. Zur Seite stellen und ruhen lassen. Backofen auf 140 Grad Umluft vorheizen.

4. Jetzt kümmern wir uns um das Suppengrün. Sellerie und Karotten schälen dann in kleine Würfel schneiden. Porree putzen, halbieren und dann in Streifen schneiden.

5. Schmortopf wieder erhitzen und das Gemüse zum restlichen Öl geben, etwas salzen, pfeffern und dann schön anbraten. Dann das Tomatenmark zugeben und mitrösten. Nun die Knoblauchzehen schälen und durch die Presse drücken, ebenfalls mitrösten.

6. Das ganze löschen wir nun mit 100 ml Rotwein ab. Schön einkochen lassen. Zweimal wiederholen bis der Rotwein gänzlich verkocht ist.

7. Warmes Wasser mit der gekörnten Brühe verrühren und zum Gemüse geben. Einmal aufkochen lassen und nun das Bratenstück aufsetzen.

8. Mit dem Deckel verschließen und in den Backofen stellen. Bei 140 Grad Umluft ungefähr drei Stunden schmoren lassen. Nach 70 Minuten den Braten einmal wenden. Nach 2 Stunden den Deckel abnehmen und den Schweinebraten nach einer halben Stunde noch einmal wenden.

9. Nach der Garzeit das Fleisch auf ein Schneidebrett setzen und etwas ruhen lassen. Soße durchsieben und erneut erhitzen. Speisestärke einrühren und aufkochen lassen. Eventuell nochmal würzen, Braten in Scheiben schneiden und wieder in die Soße geben. Feddisch ist der beste Schweinebraten ever.

😋😋😋

Wir hatten klassische Beilagen dazu. Rotkohl und Klöße gehen doch immer, oder?

Schönen Sonntag allerseits!

Tüskes, Eure Bine